Meine Ignoline ist nichts für Sklaven, die Aufmerksamkeit erwarten. Wenn du meine Nummer wählst, solltest du wissen, worauf du dich einlässt: Es läuft nach meinen Regeln, nicht nach deiner Erwartung.
Ich liebe meine Ignoline. Falls du nicht weißt, was das bedeutet: Meine Hotline kann auch dann an sein, wenn ich gerade in meinem Alltag bin, beschäftigt bin oder einfach keine Lust habe, mich mit dir zu befassen. Dann nehme ich den Hörer ab, lege ihn zur Seite und lasse dich am Telefon zappeln. Es wird nicht diskutiert. Es gibt keine Unterhaltung. Du bist verbunden und wirst ignoriert.
Du hörst vielleicht meine Stimme im Hintergrund, vielleicht Geräusche aus meinem Alltag, vielleicht meine Schritte oder vielleicht einfach nur Stille. Genau das ist der Punkt. Du bist nah genug, um etwas mitzubekommen, aber nicht wichtig genug, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Das ist keine normale Telefonerziehung, sondern Entzug, Kontrolle und eine ganz eigene Form von Voyeurismus. Du darfst lauschen, warten, hoffen und dabei merken, dass deine Erwartung keine Rolle spielt. Wer meine Ignoline anruft, ruft nicht an, um mit mir zu reden. Du rufst an, um ignoriert zu werden.
Für brave Sklaven ist genau das der Reiz. Du bist in der Leitung, du bleibst freiwillig dran und spürst, dass du keine Kontrolle hast. Vielleicht bekommst du Alltag. Vielleicht bekommst du Stille. Vielleicht bekommst du gar nichts außer dem Gefühl, geduldet zu werden.
Nicht jede Erziehung braucht Worte.